Donnerstag
Weatherford ist die Heimat des Astronauten Thomas Stafford, der viermal im All war, u.a. um den Mond herumflog und als Kommandeur der Apollo-Sojus-Mission. Er hat hier in der Einöde Oklahomas ein sehenswertes Air and Space-Museum gegründet, das wir am Vormittag besuchen
Weatherford ist die Heimat des Astronauten Thomas Stafford, der viermal im All war, u.a. um den Mond herumflog und als Kommandeur der Apollo-Sojus-Mission. Er hat hier in der Einöde Oklahomas ein sehenswertes Air and Space-Museum gegründet, das wir am Vormittag besuchen
Es gibt jede Menge Originalexponate zu bestaunen, zum Beispiel seinen Raumanzug aus der Apollo 10-Mission, mitgeflogene Ausrüstungsgegenstände oder ein kleiner Brocken Mondgestein.
Da uns vor allem die Raumfahrt interessiert streifen wir anschliessend nur die ebenfalls sehenswerten Oldtimer- und Kampfflugzeuge.
Wir lernen über sein Museum einen eindrucksvollen Menschen kennen, der trotz sensationeller Karriere und spektakulären Erlebnissen bodenständig und erdnah geblieben zu sein scheint; und der nach Zeiten bei Air Force, NASA und im Pentagon seiner Geburtsstadt Weatherford treu geblieben ist. Zudem teilt er mit mir die Leidenschaft für Peanuts-Comics: Seine Apollo 10- Kommandokapsel hieß Charlie Brown, die Landefähre Snoopy.
Wir lernen über sein Museum einen eindrucksvollen Menschen kennen, der trotz sensationeller Karriere und spektakulären Erlebnissen bodenständig und erdnah geblieben zu sein scheint; und der nach Zeiten bei Air Force, NASA und im Pentagon seiner Geburtsstadt Weatherford treu geblieben ist. Zudem teilt er mit mir die Leidenschaft für Peanuts-Comics: Seine Apollo 10- Kommandokapsel hieß Charlie Brown, die Landefähre Snoopy.
Am Ende entschuldigt sich ein Mitarbeiter dafür, dass wir nicht alle Räume besichtigen konnten: Zum 50. Jubiläum der Mondlandung findet in zwei Tagen eine große Veranstaltung statt, " Tickets are available". Auf meine Frage, wer denn alles als Gäste erwartet wird, zählt er u.a. fast alle noch lebenden Apollo- und Mondlandungsastronauten auf, die Helden meiner Kindheit. Aber zwei Tage Warten sind für uns zu lang, knapp daneben ist auch vorbei. Glück im Unglück: Als wir das Museum verlassen, hängt draußen ein neuer Zettel: Zur Vorbereitung der Veranstaltung ist das Museum bis Sonntag geschlossen.
Knappe 10 Meilen weiter das nächste Museum: Das Oklahoma Route66-Museum in Clinton. Es bietet uns eine liebevolle und durchdachte Darstellung der Geschichte dieser Fernstraße. Jede Epoche zwischen Bau und Niedergang der Route66 wird erläutert und durch Video und Audio untermalt; das Ganze wird stimmungsvoll und stilecht präsentiert, längst nicht so überladen wie das Konzept in Gettysburg. Dazu noch ein feiner Gift-Shop, wir sind begeistert.
Nette Anekdote am Rande: Genau gegenüber des Museums liegt das inzwischen heruntergekommene Trade Winds-Motel, in dem Elvis stets auf dem Weg zwischen Memphis und Las Vegas übernachtete - zumindest bis ihn die örtlichen Groupies zu nerven begannen.
Für die beiden Museen haben wir einiges an Zeit investiert, daher wollen wir heute schon nach 70 Meilen in Sayre übernachten, der letzten Kleinstadt in Oklahoma. Die Stadt hat ein wenig Western-Ambiente, dazu ein wuchtiges überdimensioniertes Gerichtsgebäude und ein von außen herrlich altmodisches Kino.
Der örtliche Fluss war anscheinend vor kurzem über die Ufer getreten und hat den Stadtpark, in der auch unsere Campsite liegt, überschwemmt; überhaupt haben wir heute an einigen Stellen Spuren von Überschwemmungen gesehen. Zwei Zufahrten sind daher gesperrt, erst beim dritten Versuch gelingt uns über einen Golfplatz die Anfahrt zur Campsite. Sie wird von der Stadt betrieben und hat fast Neuseeland-Flair: Kein Office - man steckt die Übernachtungsgebühr in einem Umschlag in einen Briefkasten- fertig.
Ein wenig überraschend für uns: Der riesige Campground präsentiert sich völlig leer. Ist er etwa noch geschlossen? Der Stromanschluss funktioniert tadellos, das spricht für geöffnet. Bleibt das komische Gefühl des Alleinseins. Aber auch hier Entwarnung: Im Laufe des Abends kommen noch zwei Campervans angerollt, also sind wir für die Nacht hier zu Dritt.











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