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Montag, 6. Mai 2019

Samstag
Sonne und Wolken hat es am Morgen. Heute stehen 120 Meilen Parkway auf dem Programm , das uns bis nach Ashville führen soll. Zunächst gestaltet sich erstmal das Tanken als Problem, da am Ortsausgang von Boone alle Stationen in der anderen Fahrtrichtung liegen. Also drehen, tanken, nochmal drehen - das Drehen ist mit unserem Riesenvehikel ein echter Akt, der am besten auf großen Parkplätzen klappt ,in Harpers Ferry  vor ein paar Tagen haben wir hierfür ein Beerdigungsinstitut umfahren.  Als dann endlich alles wieder in die richtige Richtung geht, kommt natürlich doch noch eine MOBIL-Tanke auf unserer Seite, da hätten wir uns das ganze Gekurve und viel Zeit sparen können.

Am Samstag ist der Parkway deutlich voller. Sogar Radler sind unterwegs auf dem
ständigen Auf  und Ab der Ausflugsstraße. Es geht beständig höher hinauf, an der höchsten Stelle bis auf fast 1.500 Meter.


Die vielen Kurven strengen auf die Dauer ziemlich an, hinzu kommt, das das Wetter zusehends schlechter wird, so dass wir gerade am landschaftlichen Höhepunkt in den Black Mountains im Dauerregen unterwegs sind. 

Mount Mitchell - mit 2.037 Metern höchster Berg der Appalachen und höchster Punkt überhaupt diesseits des Mississippi - sehen wir nur ganz schemenhaft.

Die Campsite Nähe Ashville erreichen wir auch im Regen. Der Platz liegt zwar idyllisch an einem Flüsschen, erweist dich jedoch als eine lieblose und eng gefasste Ballung von schmalen Stellplätzen. Die Duschen sind altertümlich und bleiben kalt -  das ist bei weitem nicht der gewohnte Standard , wegen dem wir so gerne KOA-Plätze ansteuern.

Bei einer kurzen Runde über den Platz in einer
Regenpause sehe ich einen Mann mit einem Kleinen Münsterländer an der Leine, eine in den USA äußerst ungewöhnliche Hunderasse. Ich spreche ihn an, und er meint belustigt, dass ich so klänge als wenn ich aus Münster käme. Wir kommen ins Gespräch, er erzählt mir, dass es nur 2 Züchter der Rasse in den USA gibt und dass er sich richtig bewerben musste für einen Welpen: Abgabe nur an nachgewiesen erfahrene Jäger und mit Warteliste. Zudem erklärt er mir, dass die Spezialität meines Labradors, die Nachsuche auf Rehe nach dem Schuss, in den USA verboten sei, da Hunde nicht auf "Big Game," d.h. Wild ab Deer aufwärts -  jagen dürfe, auch zur Nachsuche nicht. Bei uns wäre das Jagdfrevel. Nun ja, andere Länder andere Sitten....

Wir verbringen den Abend mit grober Rputenplanung der nächsten Tage, vor allem für den Great-Smoky-Mountains-Nationalpark, den wir morgen Abend erreichen werden, und den späteren Weiterweg in Tennessee.


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