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Samstag, 4. Mai 2019

Donnerstag
Heute ist es schon früh so angenehm warm, dass  man den Tag in Shorts und T-Shirt starten kann. Der freundliche Campingplatz liegt günstig zur Interstate-Autobahn, so dass wir erstmal wieder auf diese einbiegen. In Buchanan wollen wir eigentlich wieder in Richtung Blue Bridge Parkway abbiegen, jedoch weist in der Abfahrt ein Schild hin, dass die Zufahrtsstraße für RVs wie unseres nicht geeignet sei. Also wieder rauf auf die Interstate und weiter bis Roanoke. Hier kommen wir praktischerweise bei einem Walmart vorbei, so können wir Vorräte ergänzen für die kommenden Tage auf dem abseits der Infrastruktur verlaufenden Parkway. In diesem Markt gibt es sogar Wein und Bier -  war Pennsylvania vielleicht puritanischer als das sympathische Virginia?


Nun können wir auch endlich wieder auf den Parkway einbiegen. "Ashville 260 Meilen" zeigt ein Schild an, unser Übernachtungsort übermorgen; insgesamt ist der Parkway 469 Meilen (755 km)  lang. Eine elegante Straßenführung, viele - jedoch teilweise etwas zugewachsene - Aussichtsstellen (Lookout) und eine Trassierung abseits der Ortschaften mit ihren endlosen Aneinanderreiungen von Schnellrestaurants,  Einkaufszentren und Gewerbegebieten machen diese Route attraktiv. Zudem führt sie ohne Umwege direkt vom Shenandoah- zum Great Smokie Mountains-Nationalpark.

Meile um Meile reisen wir nach Süden. Das Wetter ist schwül-heiß geworden, ein Gewitter liegt in der Luft, das sich dann irgendwann in einem wahren Wolkenbruch entlädt; mittendrin  kommen wir nur noch mit Schrittgeschwindigkeit voran.

Die Campsite in Floyd ist nicht leicht zu finden. Obwohl sie eine stattliche Größe hat und sogar ein Festivalgelände umfasst, weist vom unweiten Parkway aus kein Schild auf sie hin.
Der erste Versuch der Anfahrt endet Navi-geleitet am Beginn einer Gravel Road (Schotterstraße), welche für uns Tabu sind,  wir wenden in der Einfahrt einer zerlumpten Farm. Der zweite Versuch ist dann erfolgreicher, und wir gelangen zu einen weiträumigen Campingplatz, der laut Internet-Buchungssystem nahezu ausgebucht sein soll, komischerweise jedoch halb leer ist.
Sei es wie es sei: Der Regen war nur kurz,  es bleibt warm, wir können vor dem RV das Abendbier genießen.

So verbringen wir unsere letzte Nacht in Virginia abseits allem Trubels inmitten schöner Landschaftskulisse in ländlich stiller Einsamkeit.



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