Montag
Nach einer zum Glück kaum stürmischen und nicht kalten Nacht ist der Himmel über dem Monument Valley bedeckt. Die Felsen zeigen nur noch ihre Statur, nicht mehr ihre Farbe.
Nach einer zum Glück kaum stürmischen und nicht kalten Nacht ist der Himmel über dem Monument Valley bedeckt. Die Felsen zeigen nur noch ihre Statur, nicht mehr ihre Farbe.
Wegen der herrschenden Wetterkapriolen müssen wir zurück nach Süden zur Route66, das heißt, mangels Alternativen die vielen Meilen nach Flagstaff zurückzufahren.
Bis hinter Kayenta bleibt der Himmel hell, zwischen den Wolken kommt gelegentlich sogar auch mal die Sonne durch. Allein der wieder starke Wind ist störend.
Dann wird der Himmel jedoch immer dunkler, bis er eine dunkelgraue dichte Farbe angenommen hat. In genau diese Richtung sind wir unterwegs, hinein ins Unwetter und hinein in das Flachland der Prärie.
Es beginnt zu regnen, der Wind wird stark böig, unser windanfälliger Riesenkasten wird ganz schön durchgeschüttelt. Wir kommen uns vor wie Seeleute die auf ihrem Schiff in den Sturm hineinfahren, den Elementen ausgeliefert.
Der Schauer wird zum Dauerregen, die Sicht sinkt, der Sturm zerrt am Lenkrad. Noch 50 Meilen bis Tuba City, noch 40 noch 30. Links von uns flackern Blitze - die Elemente über den Ebenen der Prärie. Noch 20 Meilen, endlos wirkt heute jede Gerade der Strecke, die gestern so beschaulich-schön anzusehen war. Noch 10, noch 5 Meilen. Dann endlich kommen die Häuser in Sicht; pünktlich lässt der Regen nach, als wir die Tankstelle erreichen. Aber es hat sich merklich abgekühlt.
Das Unwetter verfolgt uns zum Glück nicht, auf dem Weiterweg nach Flagstaff kommt sogar vereinzelt die Sonne durch. Prompt sind die Raser wieder da, nirgendwo wurde bislang so rücksichtslos überholt; man fühlt sich eher auf der B2 nach Starnberg als in Amerika.
Kurz vor dem Ziel steigt die Straße noch einmal kräftig an und führt unter den mit frischem Schnee bezuckerten San Francisco Mountains hindurch, und hier geraten auch wir in einen kurzen Schneeschauer - nach diesen Schneeflocken haben wir nun jedes Wetter erlebt....

Den engen KOA-Campingplatz von vorgestern wollen wir dieses Mal auslassen. Statt dessen folgen wir der Route66 durch Flagstaff hindurch (Richtung "Los Angeles",), passieren das hübsche Ortszentrum und wählen den Woody Mountain Campground. Tatsächlich liegt dieser Platz mitten in einem Wäldchen, wir müssen zwischen Bäumen hindurch navigieren. Und er ist wieder recht leer - das wegen Campermassen berüchtigte Memorial Day-Wochenende ist überstanden.
Da wir schon am frühen Nachmittag angekommen sind, können wir den Rest des Tages faulenzen und uns von der anstrengenden Fahrt erholen. Für die Nacht ist Frost angesagt, immerhin liegt Flaggstaff in gut 2.100 Meter Höhe.




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