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Mittwoch, 22. Mai 2019

Montag
Man muss die Dinge so nehmen, wie sie kommen - auch einen Wintereinbruch Ende Mai - und irgendwie das Beste draus machen. Also neuer Gesamtplan: Wir fahren nicht nordwärts nach Colorado, sondern statt dessen südwärts nach Albuquerque - hier wollen wir 2 Tage das Wetter "aussitzen" -  und dann noch ein gutes Stück weiter auf der Route66 bis nach Arizona.

Es ist ziemlich kalt und stark bewölkt, als wir starten, in den Bergen hängen tiefe Regenwolken. Erste Station heute soll Santa Fe sein, schon seit fast 200 Jahren Hauptstadt von New Mexico, erst unter spanischer, dann mexikanischer und schließlich amerikanischer Regierung.  Dass die Stadt für hiesige Verhältnisse uralt ist, merkt man sofort: Enge und kurvige Straßen, die für RVs leider kaum geeignet sind. Zudem sind sämtliche Häuser  im Pueblo-Stil erbaut, so dass man sich nicht mehr wie in den Staaten fühlt.

Leider bleibt die Parkplatzsuche am Ende vergeblich, ohne Besichtigung und ein wenig geknickt verlassen wir die Stadt.

So starten wir bei der Kiva,  der  ndianischen Stätte, die gestern nicht mehr geklappt hatte, einen zweiten Versuch. Leider fängt es als wir fast da sind heftig an zu regnen. Also wieder nichts.

Einziges Erfolgserlebnis heute ist das Foto des uns gestern davongefahrenen "Southwest Chief" aus Chicago während der Zwerg-Lunchtime. (Da die Technik bei der Übertragung nicht ganz mitspielt, muss ein  Foto aus dem Kameradisplay herhalten).

Im Regen geht es wieder zurück Richtung Santa Fe.

Die Interstate nach Albuquerque verläuft mitten durch die Steppe, hier ist oft nicht mal mehr genug Grün für Viehzucht. Die abwechslungsreiche Szenerie mit Bergen und Felsen begeistert uns aufs Neue, zumal der Regen zwischendurch aufhört.


Leider ist der Seitenwind ziemlich stürmisch, was das Fahren sehr anstrengt. Wie ein Sandsturm fegt der Orkan über die Autobahn.

Albuquerque mit seinen fast 1 Mio  Einwohnern ist unsere größte Stadt zwischen den Küsten. Sie dehnt sich weiträumig im Tal des Rio Grande aus. Morgen wollen wir uns, sofern das Wetter mitspielt, die Stadt ein wenig anschauen, heute reisen wir nur durch. 
Unsere für zwei Tage gebuchte Campsite liegt außerhalb in der Nähe der Interstate Richtung Flagstaff. Nachdem es nachmittags überwiegend trocken war, fängt es am Abend ziemlich heftig an zu stürmen und zu regnen. Dazu ist es richtig kalt.

Es ist wirklich Paradox: In Virginia und Tennessee war es so warm, dass wir die Hitze am Abend kaum aus dem RV bekamen,hier am Rand der Wüste kurz vor Mexiko und auf dem Breitengrad von Nordafrika frieren wir und machen die Heizung an.

Aber es hätte noch schlimmer kommen können:  Gut dass wir durch Oklahoma durch sind, dort es gibt eine Unwetter- und Sturmwarnung für Orte  die wir vor kurzem passiert haben (z.B Tulsa,  Clinton mit seinem Route66- Museum  oder Amarillo in Texas), erste Tornados sind dort bereits aufgetreten, die Kinder haben schulfrei.  Hier der Wetterbericht von KFOR-TV, Oklahoma City (Kopie aus Facebook):

Zur Zeit spielt der  ganze Süden der USA verrücktes Wetter.






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