Donnerstag
Zwergerls 7. Geburtstag - 7 Monate. Der Wind pfeift weiterhin, und wie schon die Tage zuvor beginnt der Tag mit Aufheizen des über Nacht ausgekühlten Wohnmobils. Der Himmel ist noch blau, aber schon während der morgentlichen Routine zieht es sich zu. Von den Temperaturen her sind wir hier eher in Norwegen als in der Wüste.
Zwergerls 7. Geburtstag - 7 Monate. Der Wind pfeift weiterhin, und wie schon die Tage zuvor beginnt der Tag mit Aufheizen des über Nacht ausgekühlten Wohnmobils. Der Himmel ist noch blau, aber schon während der morgentlichen Routine zieht es sich zu. Von den Temperaturen her sind wir hier eher in Norwegen als in der Wüste.
Wie startet man so einen Tag? Wir wählen die traditionell amerikanische Variante und gehen frühstücken in einem klassischen Fernfahrer-Diner, den es im Nachbarort namens Milan gibt.


Dort gefällt es uns auf Anhieb: Eine lange Theke, kleine Sitzecken am Fenster und eine aufmerksame Bedienung mit Schütze, die unsere Bestellung (Pankakes bzw. Omelette mit Toast) mit Bleistift auf einem Block notiert; Kaffee in eher herzschonender Variante wird aufmerksam nachgeschenkt, schmecken tut es auch - wir fühlen uns hier richtig wohl.
Danach machen wir einen Abstecher von der Route66 und fahren südwärts in das El Malpais National Monument. Durch mit Kiefern bewachsene Steppe geht es hinauf zum Bandero-Vulcano, an dessen Krater und Eishöhle wir jedoch wegen schlechter Straßenverhältnisse vorbeifahren. Unterwegs stehen in der Einsamkeit plötzlich Waipiti- Hirsche am Straßenrand.
Noch höher hinauf heht es bis zum Pass am Continental Divide, der Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik, auf 2.400 Meter Höhe.
Unser Ziel ist der Inscription Rock am El Moro National Monument, eine Felswand mitten in der dünn bewachsenen Wüste.
Zu Füßen dieser Felsformation gibt es einen kleinen See, der früher weit und breit das einzige Wasser bot. So kamen hier Indianer, spanische Eroberer und Missionare und später dann amerikanische Truppen, Landvermesser und Siedler hier vorbei und nahmen Wasser auf, und viele von ihnen verewigten sich mit Inschriften im weichen Stein. Jede dieser Gravuren hat eine Geschichte,.
Am berühmtesten ist die des Juan de Oñate: "Hier zog Don Juan de Oñate auf einer Südsee-Expedition am 16. April 1605 vorüber", sowie die der Expedition von 1859, die Kamele als Transportmittel in den Wüsten des Westens testen sollte. Von den freundlichen Park-Rangerinnen mit Informationsmaterial ausgestattet erkunden wir die Inschriften und erleben Geschichte hautnah!
Viele Meilen später treffen wir in Gallup wieder auf die Route66, einer Stadt gelegen in einem Navajo-Indianerreservat. Die trostlosen Stadtrandgebiete bestehen aus langen Reihen und Ansammlungen von einfachem Barackenhäusern und erinnern fast an einen Township in Südafrika. Die Innenstadt ist kein bisschen reizvoller und wohl geprägt von hoher Kriminalität. Also fahren wir nur durch und bei nächster Gelegenheit wieder auf die Interstate auf .
Kurz darauf erreichen wir die Grenze zu Arizona und stellen zum letzten Mal auf unserer Tour die Uhren um. Zwar beginnt die Zeitzone der Pacific Standard Time erst in Kalifornien, jedoch hat Arizona als einziger Bundesstaat neben Hawaii keine Sommerzeit, so dass die Küstenzeit bereits hier beginnt.
Die Landschaft wird anschließend immer offener mit riesigen trockenen Ebenen. Man kann gar nicht abschätzen, wie weit man im die Wüste schauen kann, sind es 40, 50 oder von einer Anhöhe herunter vielleicht 100 Kilometer? Gigantisch!
In Holbrook quartieren wir uns wieder auf einer KOA-Campsite ein. Auch diese hat eine leckere Besonderheit: Cowboy Cookout - es wird gegrillt.. Wir holen uns frische Cheeseburger, also wieder American classical, womit sich kulinarisch der Kreis zum Frühstück schließt.







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