Sonntag
Wir verlassen den vergessenswerten Campingplatz Los Banos und wenden uns auf der Interstate I-5 nach Norden, in Richtung Sacramento und San Francisco. Nach vielen Meilen durch hügeliges Weidenland am Rande der Ebene überqueren wir den Altomont- Pass und haben den Großraum San Francisco Bay-Area erreicht. Ab hier ist alles städtisch, kein Vergleich mehr zu den endlosen landwirtschaftlichen Flächen zuvor. Wir passieren die Atomwaffen- Schmiede von Lawrence Livermore, Zwergerl-Lunch gibt es auf dem Parkplatz eines gigantischen Baumarktes in Dublin, und erreichen schließlich die Bucht von San Francisco.
Wir verlassen den vergessenswerten Campingplatz Los Banos und wenden uns auf der Interstate I-5 nach Norden, in Richtung Sacramento und San Francisco. Nach vielen Meilen durch hügeliges Weidenland am Rande der Ebene überqueren wir den Altomont- Pass und haben den Großraum San Francisco Bay-Area erreicht. Ab hier ist alles städtisch, kein Vergleich mehr zu den endlosen landwirtschaftlichen Flächen zuvor. Wir passieren die Atomwaffen- Schmiede von Lawrence Livermore, Zwergerl-Lunch gibt es auf dem Parkplatz eines gigantischen Baumarktes in Dublin, und erreichen schließlich die Bucht von San Francisco.
An der Mautstelle der San Mateo-Bridge atmen wir nach Tausenden von Kilometern wieder Meeresluft ein - der Kontinent ist durchquert.

Die fast 12 Kilometer lange Brücke führt uns über die Bucht, in der Ferne sehen wir die Hochhäuser von Downtown San Francisco.
Über die Autobahn erreichen auch wir bald die Stadt; es geht sechsspurig durch enge Straßen mit viel Verkehr, zum ersten Mal seit New Jersey und Santa Fe begegnen wir wieder rücksichtslosen Autofahrern und Motorrädern. Vom Meer her wird es auf einmal stark bewölkt, werden wir die berühmteste Brücke der Welt überhaupt sehen?
An der Universiity of San Francisco vorbei geht es auf dem Highway #1 weiter durch Stadtgebiet, ein kurzer Tunnel noch, und dann steht die Golden Gate Bridge vor uns. Zum Glück herrscht hier heute nur Hochnebel. Ein kurzer Blick zwischen Dienstbaracken und Andenkenbuden hindurch gelingt uns, dieses ikonische Bauwerk in Gänze zu sehen.

Rechts ist noch einen Lidschlag lang Alcatraz zu sehen, dann läuft die Straße schon auf die Brücke. Recht kleinräumig kommt uns diese südliche Brückenrampe und überhaupt die ganze Brücke vor, wie einst für viel kleinere Autos gebaut.
Die Überfahrt selber ist dann weniger spektakulär als erwartet. Man sieht kaum etwas rechts und links, fährt unter dem ersten roten Turm hindurch, blickt hinunter auf das Wasser, hat bereits den Nordturm vor sich (Erinnerungen an James Bond in "A View To A Kill") und ist schon über die Brücke hinweg.
Eigentlich viel zu schnell, kaum glaublich, dass das über 2 Kilometer waren.
Der Parkplatz zum Brücken-Lookout mit dem herrlichen Blick ist zu unserer großen Enttäuschung gesperrt. Hoffentlich klappt das morgen auf der Rückfahrt.
Nach dem Großstadtverkehr ist es angenehm, wieder in ländliche Gefilde zu kommen. Die US101 führt durch hübsches mit Wasserflächen jeder Größe durchsetztes Hügelland nordwärts. Gelegentlich ist Weinbau zu sehen, Vorboten des nahen Napa Valley. Die Sonne ist auch wieder da, kaum dass wir den Nebelmagnet San Francisco/Golden Gate hinter uns gelassen haben.
Die KOA-Campsite Petaluma - KOA bietet neben meist sauberen Sanitäranlagen und 10 Prozent Rabatt für Stammgäste den unschlagbaren Vorteil einer Onlinereservierung - ist riesig, tip top und sehr ruhig. Hier verbringen Familien ihren Urlaub,, eine Einfahrschranke mit Code regelt den Zugang, Kinder fahren Fahrrad auf den Wegen, es gibt ein tägliches Aktivitätenprogramm. Kurios: Für die Benutzung der Einrichtungen werden farbige Armbänder wie in einen Cluburlaub ausgegeben. Leider ist das WLAN auch hier erbärmlich; kaum 100 Kilometer vom Silicon Valley entfernt herrscht Online-Steinzeit.
Trotz der Platzgröße steht man dennoch auf dichter Tuchfühlung. Das hält den amerikanischen Camper aber nicht von seiner Lieblingsbeschäftigung des Campfires ab, das dann halt fast direkt unter dem Fenster des Nachbarn stattfindet. Bei uns wäre das undenkbar, sofort würde der Platzwart gerufen; hierzulande erfreut man sich jedoch bei vielen derartigen Gegebenheiten einer bemerkenswerten Toleranz gegenüber anderen.







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