Dienstag
Der Meerblick aus dem Camper ist heute morgen grau in grau, kein Problem für uns, da wir auswärts frühstücken wollen: In Davenport, wenige Meilen südlich unserer Campsite, gibt es einen Diner, die Whale City Bakery. 

Bratkartoffel-Schinken-Omelette, Blaubeer-Pencakes mit Ahornsirup und ganz viel Kaffee, so startet der Tag ideal, und als wir fertig sind kommt dann auch die Sonne raus.
Die California #1 geht zunächst genauso weiter wie gestern, immer in der Nähe des Pazifiks mit übersichtlichem Verkehr. Nächste Stadt ist Santa Cruz, hier lockt der Natural Bridges State Park mit bizarren Felsen und eine schöne Uferpromenade. Leider finden wir in halbwegs fußläufiger Entfernung keine RV-kompatiblen Parkplatz. Aber auch bei der Stadtbesichtigung durchs Autofenster gefällt uns Santa Cruz gut, viele schöne Häuser mit gepflegten Gärten, keine Bausünden an der Küste, freundliche Atmosphäre - der Ort hat Klasse und Stil. Wir fahren heute weiter, werden aber wiederkommen.
Anschließend wird unsere Straße übergangslos zur reizlosen Hinterland- Autobahn. Erst nach etlichen Kilometern öffnet sich dann wieder der Blick auf weitläufige Erdbeerfelder, die gerade mit großem händischen Aufwand abgeerntet werden.

Bis Moss Landing, unserem heutigen Zielort, ist es nicht mehr weit, bereits am frühen Nachmittag fahren wir auf der Campsite vor - vielleicht der letzte KOA-Platz auf unserer Tour. Er ist klein und sehr ordentlich, man steht platzoptimiert eng zu einem Luxuspreis (Meer-Nähe kostet halt), jedoch werden wir gewarnt, ja nichts draußen stehen zu lassen, vor allem Fahrräder wären schon mal weggekommen.
Nach einem verspäteten Zwergerl- Lunch gehen wir über die Hafenbrücke und die Dünen an den Strand. Der Pazifik rauscht mit mächtigen Wellen heran, das Wasser glitzert in der Sonne, das Tosen der Brandung klingt wie eine immergleiche rauhe Melodie, vor der unser Zwerg erst einmal einen ordentlichen Respekt hat; dann hält er aber seelenruhig Siesta in Mamas Armen. An Baden ist hier nicht zu denken, dazu ist die Brandung viel zu stark und das Wasser viel zu frisch.
So sitzen wir einfach nur da, genießen den Blick aufs Meer und beobachten die Seehunde in den Wellen.

Seehunde, -elefanten und -otter sind in Moss Landing so alltäglich, dass es sogar entsprechende Wildwechsel-Schilder und Warntafeln gibt.
Im Hafen paddeln die Seehunde zwischen den Schiffen herum, und Seeelefanten haben hier einen Pier für sich alleine. Idylle pur.










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